Sonntag 6. März / 20. März / 27. März / 3. April 2022 jeweils um 17 Uhr in St. Augutinus
Grüß Gott,
wir dürfen wieder zu einer Predigtreihe in der Fastenzeit einladen. Dieses Mal beschäftigt uns das Thema „Zukunft der Kirche“.
Von allen Seiten wird gerade diese, insbesondere für Europa, aber auch in der ganzen Welt, in Frage gestellt. Unsere Gesellschaft wendet sich mehr und mehr vom Glauben ab. Was früher notwendige Grundlage des Staates war, so der Gottesbezug in vielen europäischen Verfassungen, ist jetzt etwas, was sich nach der Meinung vieler überholt hat. Die Gesellschaft gibt sich ihre Werte autonom und hält für sich Transzendenz für entbehrlich. Sehr zu dieser Entwicklung hat der seit 12 Jahren schwelende Missbrauchsskandal beigetragen, in dem die Hüter der Moral jetzt selbst die Angeklagten sind. Aber die Wurzeln liegen weit tiefer: Seit dem 18. Jahrhundert gibt es immer neue Wellen der Religions- und Kirchenkritik, mit denen sich gläubige Menschen auseinandersetzen müssen.
Hat Glaube, hat Kirche also noch einen Sinn und eine Zukunft? Wir haben eine junge Kollegin, Pastoralreferentin Ramona Richter, und zwei Kollegen im pastoralen Dienst, Dekanatsjugendreferent und Pastoralreferent Sven Köder und Pastoralreferent Hans-Christian Richter, die in ihrer Biografie mit unseren Gemeinden verbunden sind, gebeten, diese Frage für uns zu beantworten. Was bedeutet für sie, die ja noch fast ein ganzes Arbeitsleben in der Kirche vor sich haben, diese Krise? Was gibt ihnen die Motivation für ihre Arbeit? Welche Zukunftsvision steht ihnen vor Augen? Als vierten Prediger konnten wir einen Mann gewinnen, der schon vor vielen Jahren wegen der Liebe zu einer Frau das Priestertum aufgegeben hat, Herrn Wolfgang Klaschka. Wie schaut er, der den institutionellen Zusammenhang mit der Kirche aufgegeben hat, auf Kirche, Liturgie und Glaube?
Herzlich laden wir Sie zu dieser Predigtreihe in der Hoffnung ein, dass Ihr eigenes Nachdenken über Glaube und Kirche Anregung erfährt und Sie Ihre eigene Vision entwickeln, was diese in der Zukunft bedeuten werden.
Für das Pastoralteam
Wolfgang Sedlmeier