Seite wählen

Die Einweihung der Marienkirche nach den Renovationsarbeiten war im Vorfeld ein Hindernisparcours. Ende Oktober kam der Architekt, dass der Termin nicht zu halten sei. Doch dieser Termin war ja schon überall kommuniziert, deshalb einigte man sich darauf, dass man sich auf die Kirche konzentriert und der Bürotrakt später folgen könne. Dann war da die Corona-Dynamik. Absagen? Nein! Es wurde beschlossen, dass die 2 G-Regel eingehalten werden muss, was in der schmerzlichen Konsequenz bedeutete, dass manche liebe Gemeindemitglieder nicht kommen durften. Als die Situation sich weiter zuspitzte, musste dann auch noch schweren Herzens das Gemeindefest absagt werden. Dann kam die Nachricht, dass unser Domkapitular Heinz-Detlef Stäps wegen schwerer Krankheit nicht kommen konnte. Pater Jens Bartsch sagte daraufhin spontan zu, die Einweihung zu übernehmen. Noch am Samstagabend um 18 Uhr waren Handwerker auf der Baustelle, damit die Einweihung stattfinden konnte. Und dann, war vieles anders, als wir es uns vorgestellt hatten und doch alles gut. Es war ein schönes und harmonisches Fest. Der Chor jubilierte, Pater Bartsch leitete den Gottesdienst zugewandt und fand in der Predigt die richtigen Worte, die Gemeinde freute sich endlich wieder in ihrer Kirche zusammen zu sein, der Oberbürgermeister überzeugte durch sein persönliches und kenntnisreiches Grußwort, Pfarrer Bernhard Richter, die Ministranten, die Mesner, die …, die …, die… und natürlich die vielen, die durch ihren Einsatz dafür gesorgt hatte, dass die Einweihung möglich wurde. Eine Kirche ist mehr als Steine, wenn sie ein Ort des Betens und der Begegnung ist, dann wird sie zum Kraftort, zur Heimat und zur Zufluchtsstätte. Die Gemeinde hat sich viele Jahre engagiert, um diesen Ort in die Zukunft zu führen. Gott schenke nun seinen Geist, dass er ein Segen für die Menschen dieser Stadt bleibt.

Wolfgang Sedlmeier


Fotos: B. Dobler