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Auf dem fränkisch-schwäbischen Jakobusweg von Nürnberg bis Nördlingen
Auch dieses Jahr war die Jakobuspilgergruppe unserer Seelsorgeeinheit Aalen wieder auf einem Jakobusweg unterwegs. Vom 20. bis 26. September pilgerten wir auf dem fränkisch-schwäbischen Jakobusweg in 7 Tagen von Nürnberg über Abenberg, Gunzenhausen, Heidenheim am Hahnenkamm, Oettingen und Wemding bis Nördlingen und legten dabei eine Wegstrecke von 132 km zurück.
Nach dem Pilgersegen am Aalener Bahnhof fuhren wir mit der Bahn nach Nürnberg und starteten dort unseren Pilgerweg in der Kirche St. Jakob. Wir verließen dann Nürnberg in südlicher Richtung und pilgerten eine längere Strecke entlang des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals. Am 2. Tag unterquerten wir die A6 und auch den aktuellen Main-Donau-Kanal östlich von Schwabach und pilgerten auf das Fränkische Seenland mit dem oberen Altmühltal zu. Dabei entdeckten wir mitten im Wald eine wunderschöne neuartige Jakobuskapelle im Heidenberg, die von der dortigen evangelischen Gemeinde vor 8 Jahren neu aufgebaut wurde. An den darauffolgenden 2 Tagen durchquerten wir das Fränkische Seenland und erreichten den Hahnenkamm mit dem Kloster Heidenheim. Vor unserem Weiterpilgern am 5. Tag führte uns der Gästeführer Martin Kersten durch das Münster und das Kloster in Heidenheim und berichtete von dessen Gründung im 8. Jahrhundert mit dem ersten Abt St. Wunibald und dessen Nachfolgerin und Schwester Äbtissin St. Walburga. Am selben Nachmittag erreichten wir das Ries bei Hainsfarth, wo wir auch noch einen Blick in die ehemalige Synagoge werfen konnten, die eindrucksvoll wieder restauriert ist. Kurz darauf erreichten wir Oettingen, wo wir wieder Quartier bezogen. Am 6. Tag pilgerten wir am östlichen Rand des Rieses zur Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein und am Abend bis Wemding St. Emmeram. Am letzten Tag durchquerten wir die Ebene des Rieses von Wemding bis Nördlingen und traten dann unsere Heimreise mit dem Zug nach Aalen an.
Auch dieses Jahr konnten wir bei schönstem Herbstwetter unsere Pilgerwanderung mit einer Gruppe von 20 Jakobuspilgerinnen und Jakobuspilgern durchführen und die Kulturlandschaft und die Natur in Franken und im Ries genießen. Wir sind froh und guten Mutes nach Hause zurückgekehrt und danken Gott, dass wir dies auch in den unsicheren Zeiten der Corona-Pandemie erleben durften.
Im Winterhalbjahr werden wir uns zu einem Nachtreffen mit Rückblick und Planung für 2022 wiedersehen. Falls jemand auch daran teilnehmen möchte, möge er sich beim Pfarrbüro oder bei Hans Bihr melden.

Text: Hans Bihr

Foto: Privat